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Der Wechsel nach Frankreich

Lille liegt im Norden Frankreichs an der Grenze zu Belgien in der historischen Landschaft Flandern, auf niederländisch Rijsel.

Seit 1384 gehörte die Grafschaft Flandern zum Hause Burgund. Die burgundische Dynastie erlosch 1477 und damit fiel Flandern in den Machtbereich des Hauses Habsburg.

1507 starb Don Rodrigo in Ryssel und bestimmte seinen Sohn Don Alonzo als Maitre General des Ordens. Unter seiner Führung wurde der einstige militärische Orden ein reiner Hospizorden, ein geistiger Orden.

1512 wurden die Ritter des Ordens angehalten, statt Wehrgehänge mit Waffen eine rote, aus Samt gefertigte Schärpe zu tragen, bestickt mit dem goldenen Kreuz des Ordens.

1555 fiel die Grafschaft Flandern an die Spanischen Niederlande.

Über die Zeit von 1555 bis 1789, dem Beginn der Französischen Revolution, ist zur Zeit wenig bekannt. Wir wissen nur, daß die damals bestimmte Erbfolge des Großmeisteramtes von Vater auf den Sohn eingehalten wurde und die Namen der Maitre General sind ebenfalls bekannt.

Festzuhalten aus dieser Zeit ist ebenfalls, daß die Ritterschaft von Mont Real den König unterstützte.

Auch ist bekannt, daß der Orden nicht besonders unter der Französischen Revolution litt. Doch 1793, wohl mit der Hinrichtung Ludwig XVI. mit seiner Frau Marie-Antoniette mußte der Orden wegen seiner Königstreue in den Untergrund gehen.

Im Jahre 1815 bestimmte der Ritter Jean Girond die Leitung des Ordens seinem ältesten Sohn, der ebenfalls Jean hieß.

Jean Girond starb in Jahre 1859. Sein Sohn Alaixit war begeisterter Romantiker und brachte dem Orden eine Theorie nahe, die von Weisheit gekennzeichnet war.

Er war befreundet mit George Sand, die er zum ersten weiblichen Ritter machte und deren Tochter er später heiratete. Diese Verbindung erlaubte dem Orden eine intellektuelle Erneuerung, bei der die romantische Symbolik zu einer Waffe im Kampf um die Ehre des Menschen wurde. Durch den ersten Weltkrieg wurde der Orden, der in ganz Europa Kommandanturen besaß vollständig zerrissen; jene, die überlebten, wurden von einer wahren Lebensgier ergriffen, was wohl sehr verständlich war.

Das Jahr 1940 brachte eine weitere, diesmal noch schlimmere Erschütterung des Ordens mit sich, da die Archive von den einmarschierenden Deutschen beschlagnahmt wurden, obwohl sie versteckt waren.


Nur die Siegel blieben verschont, da sie sich bei Madame Dodeman, einem weiblichen Ritter des Ordens befanden.

Der Rat des Ordens organisierte eine aktive Opposition gegen den Nationalsozialismus.

Der Herzog Andre Girond d'Ivry übernahm die Leitung des Ordens, der sich langsam von all den unglückseligen Jahren erholte.

Herzog Alaixit starb nach einer langen Krankheit, und auch der Herzog Andre d'Ivry erkrankte und starb als 63. Maitre General nach einem langen Leben für Gerechtigkeit und Frieden

1965 bestätigte der oberste Rat den Grafen Andre Girond Flandres als legitimen Nachfolger in seinem Amt als Leiter des Ordens.

Er leitete zahlreiche Reformen für die Wiederherstellung des Ordens ein.

Der 64. Maitre General ermöglichte dem Orden einen neuen Aufschwung dank seines Wunsches den geistigen Tempel von Mont Réal wieder zu begründen, der auf den Prinzipien der Brüderlichkeit zwischen allen Menschen, der kollektiven Arbeit, der Menschenliebe und des Wissens fundierte

Nach einem langen Leidensweg starb der 64. Maitre General, Andre Girond Flandres, der mit zahlreichen französischen und deutschen Auszeichnungen geehrt worden war, am 3. Oktober 1979.

 
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